In Jahren – bzw. Sommern – wie diesem, in denen der Himmel stetig feuchtes Nass auf uns herabläßt, ist der gemeine Gärtner (die Indoor praktizierenden einmal ausgenommen) oftmals hin- und hergerissen zwischen spontanen Danksagungen für die Ersparnis an Gießtätigkeit und groben Flüchen bzgl. der schädlingsvermehrenden Auswirkungen des feuchten Wetters.
Ein besonders “beliebter” Kumpan bei Freunden des beschwingten Nutz- und Zierpflanzenanbaus ist die Nacktschnecke, die Nässe logischerweise als Schutz vor Austrocknung benötigt und- gemeinerweise- sich bevorzugt Nachts über Salatköpfe, aber auch quasi allen anderen Arten von Pflanzen hermacht.
Der Pflanzenfreunde – oft identisch mit einem Tierfreund – kennt verschiedene Methoden mit dieser schleimigen Heimsuchung fertig zu werden. Die eher sportlich-ökologische Methode besteht in nächtlichen
Deportationsübungen: Bewaffnet mit Taschenlampe und Auflesegerät (Gartenschaufel) lernt der Naturfreund auch die entlegensten Winkel seines Anwesens kennen und wirft die “Ernte” in den frühen Morgenstunden dann heimlich über den Zaun auf das Grundstück des gerade am unbeliebtesten Nachbarn.
Sehr modern ist gegenwärtig auch die Anschaffung indischer Laufenten, die Nackschnecken angeblich bevorzugt vertilgen. Versuche im Bekanntenkreis zeigten durchmischte und letzendlich unbefriedigene Ergebnisse auf: Anscheinend mögen diese sympatischen Planetengenossen dann doch den eigentlich zu bewachenden Salat lieber… die Schnecken mußten das Massaker wohl mit ansehen.
Oma hingegen – durch erlebte Wirklichkeiten jenseits unserer Erfahrung geprägt – zeigte sich konsequent. Schecke in der linken Hand, Gartenschere in der rechten…Resultat in den Gully.
Nicht viel besser die Ideen der Chemie zum Thema Nacktschnecken: da werden die Tiere entweder durch Schneckenkorn erbarmungslos ausgetrocknet und hinterlassen in ihrem Todeskampf schleimige Spuren quer durch den Garten.
Auch die so beliebte Bierfalle zeigt unbefriedigend: Zwar findet man täglich dutzende ersoffene Schnecken in Biersoße, aber leider zieht die Falle auch Nacktschnecken aus der Umgebung an, die vorher niemals auch nur einen Gedanken an die eigenen Salatköpfe verschwendet haben. Alraune sagt: unfair!
Was bleibt also? Wer mag kann einen niedrigwattigen Elektrozaun um sein Gemüse ziehen. Die Tiere bekommen dann leichte, für sie ungefährliche Stromschläge ab und schaffen es nicht an die Pflanze heran.
Besonder schön anzusehen sind solche Anlagen natürlich nicht und die Schnecken werden trotzdem angelockt.
Eine neuer, gesonderter Growshop hat vor kurzem unter der passenden Domain www.online-growshop.net das Licht der Welt erblickt. Das Angebot richtet sich in erster Linie an alle Besitzer von Gewächshäusern, ob nun in der kleinen Variante als Zuchtzelt oder als eigenständige Konstruktion im Garten. Im Bereich
Die Zeiten werden schlechter, das Gemüse teurer. Genau der richtige Zeitpunkt für kritische Verbraucher, um zumindest Teile des Eigenbedarfs möglichst durch Selbstversorgung zu decken. Dumm nur, wenn man als typischer Großstadtbewohner schnell an zwei prinzipielle Grenzen stößt: in mitteleuropäischen Städten gibt es für gewöhnlich keine weitläufigen, klassisch landwirtschaftlich nutzbare Flächen und man selbst hat einfach keine Ahnung von Tuten und Pflanzen.
